Yeeeehaw!! Zwei Wochen lang ist Calgary im absoluten Cowboyfieber, und in der Stadt geht's zu wie am Stachus. Die Eingeborenen hier nennen es das größte Outdoor-Spektakel der Welt, für mich ist es eine Wildwestversion vom Oktoberfest. Aber seht selbst:
Freitag - Parade day, die komplette Innenstadt ist voller Pferdemist. Wie beim Einzug der Wiesenwirte halt auch. Nur, dass der Anteil berittener Umzugsteilnehmer in Calgary noch etwas
höher ist.Samstag - mein erstes Mal. Nach der Arbeit mach ich mir meine Cowgirlschwanzerl und fahre zum Stampede Ground, der unterm Jahr als Parkplatz und für Ausstellungen dient (vgl. Theresienwiese).
... während drei weitere in einer Metallkugel rundumfahren.
Freitag - nach einer Woche Regen, Hagel und Gewitter trauen uns Dave und ich heute wieder. Vor allem, weil ich in der Arbeit an Freikarten gekommen bin;-)
Gerade als wir an einem Fahrgeschäft angestanden sind, hat es zu regnen angefangen. Wir haben natürlich tapfer durchgehalten, aber beim Feuerwerk war ich um meine Jacke und die Wolldecke richtig froh!
Sonntag - letzter Tag. Beim gigantischen Abschlussfeuerwerk, das wir uns diesmal außerhalb des Festgeländes anschauen, verstehe ich die unverschämten Eintrittspreise für das Stampede: Was hier jeden Tag Geld in die Luft geschossen wird, muss brutal sein. Wunderschön!
Sonntag - letzter Tag. Beim gigantischen Abschlussfeuerwerk, das wir uns diesmal außerhalb des Festgeländes anschauen, verstehe ich die unverschämten Eintrittspreise für das Stampede: Was hier jeden Tag Geld in die Luft geschossen wird, muss brutal sein. Wunderschön!
Weitere bisherige Feststellungen:
- Der Ausschank und Verzehr von Alkohol wird in Kanada recht streng gehandhabt. Bier gibt es nur in ein paar lizenzierten Hallen, in die man unter 18 nicht reinkommt. Und dort muss es auch getrunken werden.
- Rock- und Countrykonzerte ersetzen die Blasmusik. Morgen spielt Bon Jovi, aber ich hätte nur noch Karten für hinter der Bühne gekriegt:-(
- Stimmung, Lautstärke und der Drang zum "traditionellen" Verkleiden sind wie beim Oktoberfest. Wenn Japanerinnen ein Dirndl tragen können, dann gehen auch Büroakrobaten mit Cowboykostüm, oder?
- Beide Feste gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück und haben eine Landwirtschaftsausstellung dabei.
- Business meets Party: Beim Oktoberfest gibt's Biermarken für Geschäftspartner, bei den Calgary Stampede spendieren die größeren Betriebe Pfannkuchen-Frühstück für ihre Kunden. Ist ja auch was...
- Fahrgeschäfte nehmen kein Bargeld an, sondern Tickets, die man sich vorab an einem Ticketschalter besorgen muss. Insgesamt dauert das Schlangestehen ungefähr 10mal so lang wie die Fahrt.
Ein kanadisches Volksfest.
AntwortenLöschenDa ist die Entfernung Bayer - Canada wirklich groß und trotztdem gibts das ein oder andere, was quasi verbindet.
Warum das mit Eintritt ist, versteh ich nicht ganz, sind die Fahrgeschäfte dann kostenlos??
lg Maria
Von wegen, da zahlt man nochmal extra. Kostenlos sind dafür einige Konzerte, Tierschauen und das tägliche (!) Feuerwerk.
AntwortenLöschenwas mich noch interessiert - was gibts zu essen?
AntwortenLöschendas Pfannkuchen-Frühstück klingt für meine Ohren, na ja, schon lecker, aber du weißt schon...
Was ist mit einem gegrillten Giggerl oder einem echten Brotzeitbrettl - natürlich auch gern in der kanadischen Version.
lg Maria
Es gibt Pizzalappen auf die Hand, Pommes, Maiskolben, Hot Dogs, Würstl, Tacos, Burger, ein oder zwei Steakhäuser, Eis, Zuckerwatte, Donuts...
AntwortenLöschenStatt einem Giggerl hab ich einen Stand mit "Chicken on a Stick" gesehen - Steckerlgiggerl. Warum auch nicht?