Hallo liebe Freunde überall, ich wünsche euch allen nachträglich fröhliche Weihnachten! Die letzten Wochen waren unglaublich ereignisreich und stressig, drum hab ich schon so lang nix mehr hören lassen... Aber das hole ich jetzt gleich nach:
Neues aus der Arbeit:
The new manager of the Deli - cooking is one of my duties at work now!
Ab 1. Januar bin ich Abteilungsleiterin der Wurst-und-Käse-Fraktion in der Bäckerei. Zwar erstmal nur für zwei Wochen, weil ja mein Visum Mitte Januar ausläuft, aber der Antrag auf das neue Visum ist in Bearbeitung...
Neues aus der Arbeit:
Ab 1. Januar bin ich Abteilungsleiterin der Wurst-und-Käse-Fraktion in der Bäckerei. Zwar erstmal nur für zwei Wochen, weil ja mein Visum Mitte Januar ausläuft, aber der Antrag auf das neue Visum ist in Bearbeitung...
Mein Chef, Jos Rehli, war neulich mit einem Riesenartikel in der Zeitung. Der Ausschnitt hängt jetzt an seiner Bürotür.
Jaja, die Vorweihnachtszeit in einer Bäckerei ist brutal. Da wird jeder, der rumsteht, als Handlanger rekrutiert!
12. Dezember: Rustic Sourdough Bakery Christmas Party
Einige meiner Kollegen bei einer feucht-fröhlichen Betriebsweihnachtsfeier. Auf wem seinem Mist der Schmarrn wohl wieder gewachsen ist?
Neue Mitbewohner in unserm Haus:
During the last couple of weeks, we got this standup base...
Diese tschechoslowakische Schönheit aus den 30er Jahren hat Dave günstig von einem Kumpel erstanden, der ihr das Genick gebrochen hatte. Nach ein paar arbeitsintensiven Nächten ist sie jetzt wieder spielbar - Dave und ich machen jetzt manchmal Stubenmusi mit Quetschn und Kontrabass, begleitet von Babsis Percussion via Skype. Einen Bandnamen haben wir auch schon...
Diese tschechoslowakische Schönheit aus den 30er Jahren hat Dave günstig von einem Kumpel erstanden, der ihr das Genick gebrochen hatte. Nach ein paar arbeitsintensiven Nächten ist sie jetzt wieder spielbar - Dave und ich machen jetzt manchmal Stubenmusi mit Quetschn und Kontrabass, begleitet von Babsis Percussion via Skype. Einen Bandnamen haben wir auch schon...
Für die etwas lauteren Klänge hat sich Dave dieses Pedalboard gebastelt, damit er bei Auftritten keinen Kabelsalat mehr hat.
Ich habe ein Didgeridoo zu Weihnachten bekommen, inklusive Unterricht.
Mein Weihnachtsgeschenk für Dave: Eine Fender Jaguar Baritongitarre; echte Rarität und Kindheitstraum
Nachhilfeunterricht:
Immer wieder montags im Cabin Café: Tammy und ich brüten über Deutscher Grammatik, verbessern Hausaufgaben und genießen richtigen Cappuccino!
Heiliger Abend:
Unser ganzer Stolz: der größte echte Baum, den ich in der ganzen Stadt noch auftreiben konnte (pinke Plastikbäume mit schwarzen Kugeln hätte es noch in Hülle und Fülle gegeben), geschmückt mit lauter selbstgebastelten Anhängern.
Und darunter mein Kripperl. Oder zumindest das Personal. Besonders hervorheben möchte ich die Daxn, die haben mich ganze 8 Dollar 99 gekostet! Papa, das wär ein Riesengeschäft für dich;-)
Weihnachtstag:
Vorgeschichte (Kurzfassung): Mitte November liest Dave eine private Anzeige im Internet - Fender Jaguar Baritongitarre zu verkaufen. Ein absoluter Traum, wenn er doch nur das nötige Kleingeld dafür hätte! Wochenlang schwärmt er mir die Vorzüge dieser Rarität vor, kalkuliert verzweifelt die monatlichen Ausgaben, starrt sehnsuchtsvoll immer wieder dieselben Bilder im Internet an, denkt an nichts anderes... Er geht so weit, dass er dem Typen, der die Gitarre verkaufen will, eine Sitar zum Tausch anbietet, doch Sergey ist daran nicht interessiert.
Wieder vergeht eine Woche zwischen Schwärmerei, Finanzierungsplänen und Niedergeschlagenheit, bis Dave endlich seine Mama um einen Zuschuss anhaut. Zu meiner größten Verzweiflung sagt diese zu, denn in der Zwischenzeit habe ich Sergey bereits eine E-mail geschickt, dass ich am Erwerb seiner Gitarre interessiert bin...
Noch während Dave überglücklich mit seiner Mama telefoniert, hechte ich an meinen Computer und schreibe Sergey, dass er unter keinen Umständen auf einen Handel mit Dave eingehen darf, weil ich ihm die Gitarre zu Weihnachten schenken möchte. Er soll ihm doch bitte weismachen, dass die Gitarre bereits an jemand anders verkauft ist...
So. Der himmelhochjauchzenden Begeisterung über Sues spontane Großzügigkeit und der unbändigen Vorfreude auf das lebensverändernde Instrument folgen zwei Tage bangen Wartens auf eine Antwort von Sergey, und danach absolute Grabesstimmung, als die niederschmetternde Antwort endlich kommt. Dave ist den Tränen nah: Er war seinem Traum so nah und jetzt ist die Gitarre weg. Verkauft an einen anderen. Das darf doch nicht wahr sein!
Offiziell bemitleide ich meinen armen Mann ganz arg, inoffiziell organisiere ich seinen Kumpel Eugene, ebenfalls Musiker, der mit mir zu Sergey fährt und das Objekt der Begierde in Augenschein nimmt...
Und da Eugene wirklich nix zu blöd ist, nimmt er das Instrument mit zu sich nach Hause und bringt es am 1. Weihnachtstag vorbei - angeblich eine Neuanschaffung, die Dave ihm reparieren soll...
Exkurs: Neulich beim Abendessen hat sich Dave mal wieder mit Komplimenten bezüglich meiner Kochkünste überschlagen. Und mitten im Blödeln sagt er doch echt: "Du versuchst doch nicht etwa, einen Ring an den Finger zu bekommen, oder? Das funktioniert in Kanada nicht mit Kochen. Wenn eine Frau in Kanada einen Antrag hören will, muss sie ihrem Mann eine Gitarre schenken!" Die Bissspuren in meinem Finger sind pünktlich zu Weihnachten vergangen...
First contact
Dave mit seiner Baritongitarre. War gar nicht so einfach, ihm seinen Traum heimlich zu erfüllen - aber mit Eugenes Hilfe hat alles geklappt. So sprach- und fassungslos hat ihn wahrscheinlich noch nie jemand gesehen!
Einige Stunden später ist er zumindest wieder dazu im Stande, den Truthahn aufzugießen ;-)
Doch vor dem Essen müssen natürlich noch die Weihnachtscracker aufgemacht werden. Guten Appetit!
Ratet mal, wo Dave grade ist, während ich das schreibe!
Mein Gott, ist diese Weihnachtsgeschichte (especially der Exkurs *g*) geil! Ich hab grad so herzhaft gelacht, dass mir unverzüglich die Tränen in die Augen geschossen sind! Ihr zwei seids schon wirklich die Allerbesten! Bin jetzt doch noch mehr aufs Skypen gespannt...
AntwortenLöschenDas ist die Weihnachtsgeschichte überhaupt.
AntwortenLöschenHast du super gemacht
lieben Gruß
Maria
Ganz liebe Weihnachtsgruesse nach Canada! Echt ein cooler Bericht!
AntwortenLöschenPS: Habe die gleiche Krippe!
Liebe Gruesse,
Kerstin
Auch von Minga die liebsten Grüße und die besten Wünsche für ein glückliches Neues Jahr. Hast Du Dich nicht beim 'Umrechnen' bei dem Vogel verrechnet? Wirklich 12 kg?
AntwortenLöschenAll the best
Gerti
Schön zu hören, dass du immer noch so ein "BIEST" bist! ;-)
AntwortenLöschenIch rate: Beim Gitarre spielen!
AntwortenLöschenDiese Überraschung hast du guat hikriagt.
Wenn ich das Foto mit dem Biwagockl in da Bratrein seh, schätz i dass du Pfund und Kilo verwechslst!
Euch beiden alles Gute im neuen Jahr.